Nachhaltige Kollektionen von Fast-Fashion-Giganten wie Zara, H&M und C&A sind laut einer aktuellen Post-COVID-19-Umfrage von Lectra und Retviews weiterhin in der Minderheit.

Die Modebranche ist einer der größten Umweltverschmutzer weltweit. Sie erzeugt jedes Jahr enorme Mengen an Abfall, Verschmutzung und Treibhausgasen . Sie ist auch für unfaire Arbeitsbedingungen, massive Abholzung und Zerstörung von Ökosystemen verantwortlich.

Glücklicherweise nimmt der bewusste Konsum zu. Immer mehr Menschen verlangen nach nachhaltigen Produkten und ethischer Herstellung . Es ist an der Zeit, dass große Modemarken und Einzelhändler massive Maßnahmen ergreifen, um ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren.

Aufgrund der COVID-19-Epidemie ändern Verbraucher ihr Ausgabeverhalten. Während Modeunternehmen ihre Geschäfte langsam wieder öffnen, bleiben Einkaufszentren weitgehend leer.

verlassenes Einkaufszentrum



Mehr als 90 % der Verbraucher ändern ihr Verhalten zugunsten einer nachhaltigeren Modebranche, so der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht von Lectra .

Basierend auf den Daten von Retviews, die kürzlich von Lectra erworben wurden, zeigt die aktuelle Post-COVID-19-Umfrage den Stand der nachhaltigen Mode unter den führenden Fast-Fashion-Marken.

Große Fast-Fashion-Händler haben schon vor der Krise damit begonnen, nachhaltige Alternativen an bewusste Konsumenten zu verkaufen. Sie verwendeten meist umweltfreundliche Materialien und stellten eigene Kollektionen her.

Die am häufigsten von großen Fast-Fashion-Händlern in ihren nachhaltigen Kollektionen verwendeten Fasern sind:

  • Bio-Baumwolle
  • Synthetikstoffe wie recyceltes Polyester (rPET), Polyamid (Nylon), Elasthan (Spandex)
  • Viskose , eine Art Viskosefaser, die künstlich aus natürlichen Quellen hergestellt wird

Synthetik-Pin


Die COVID-19-Krise hat viele Menschen dazu veranlasst, sorgfältig darüber nachzudenken, wie sie ihr Geld ausgeben und für die Zukunft planen. Sie zwingt die Modebranche dazu, die Art und Weise zu ändern, wie sie ihre Produkte entwirft, produziert und vertreibt.

Verbraucher fordern mehr Transparenz, Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit. Markenwerte spielen bei Kaufentscheidungen heute eine viel größere Rolle.

Nachhaltige Mode war schon vor der Corona-Pandemie ein Trend. Doch die Krise hat den Wandel und die Nachfrage der Konsumenten nach verantwortungsvolleren Angeboten beschleunigt.

Modemarken und Einzelhändler müssen sich anpassen, um das Vertrauen ihrer Partner, Mitarbeiter und Kunden zu behalten. Leider sind nachhaltige Kollektionen immer noch eine sehr kleine Minderheit.


H&M widmet weniger als 10 % seiner Produktpalette seiner nachhaltigen Kollektion. Zara widmet seiner nachhaltigen Initiative Join Life nur 14 % seiner Kollektion. C&A schneidet etwas besser ab als seine Konkurrenten und widmet 30 % seiner Kollektion nachhaltiger Mode.

Um bewusste Verbraucher anzusprechen, bewerben die Fast-Fashion-Giganten ihre nachhaltigen Kollektionen überall in Printmedien, im Internet und in sozialen Medien. Doch der Großteil ihres Geschäfts ist nach wie vor verschwenderisch.


„Die Chancen, die Nachhaltigkeit bietet, sind beträchtlich. Es ist ein Thema, das bei der Generation Z viel mehr Interesse weckt, und die Einzelhändler haben diese Bedenken gehört und berücksichtigt. [...] Marken haben eine soziale Verantwortung, ihre Kunden zu informieren, ihre Fortschritte in diesem Bereich transparent zu machen und einige der Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, mitzuteilen, um ihre Gemeinschaften aufzuklären. Derzeit gibt es keine internationalen Vorschriften für Bekleidung, die definieren, was als nachhaltig bezeichnet werden kann. Das bedeutet, dass es noch ein langer Weg ist, bis eine Standardisierung nachhaltiger Mode erreicht ist.“

- Quentin Richelle , Marketingleiter bei Retviews



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About the Author: Alex Assoune


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Fast-Fashion-Konzerne produzieren in den ärmsten Ländern im Übermaß billige Kleidung.
Bekleidungsfabriken mit Sweatshop-ähnlichen Bedingungen, die die Arbeiter unterbezahlt.
Medienkonglomerate, die unethische, nicht nachhaltige Modeprodukte bewerben.
Schlechte Akteure fördern durch unbewusstes Verhalten den übermäßigen Konsum von Kleidung.
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