Der französische Verband Paris Good Fashion organisiert einen öffentlichen Konsultationsprozess, um Ideen zu erkunden, wie der Gemeinschaft geholfen werden kann, in Sachen Nachhaltigkeit besser zu werden.

Die Veranstaltung soll acht Wochen dauern, vom 3. September bis zum 25. Oktober 2020, und wird auf Make.org gestartet, um die Antworten der Bürger zu sammeln, wie die Modebranche verantwortungsvoller gestaltet werden kann.

Paris Good Fashion ist ein Multistakeholder-Verband wichtiger Akteure der französischen Modebranche, darunter Etam, Galeries Lafayette, Vestiaire Collective , Eram, La Redoute und Petit Bateau.
„Wir alle haben eine Rolle zu spielen. Vestiaire Collective ist entschlossen, zu diesem Wandel beizutragen und in Zukunft gemeinsam für dieses Mode-Ökosystem zu arbeiten.“

- Sophie Hersan, Mitbegründerin von Vestiaire Collective


„Unsere Verantwortung als Unternehmensführer besteht natürlich darin, diese Wirtschaft nachhaltiger und kreislauforientierter zu gestalten, denn wir sind heute und in Zukunft einer der größten Umweltverschmutzer dieses Planeten. Diese Verantwortung erschien uns von entscheidender Bedeutung.“

- Laurent Milchior, Co-Vorsitzender von Etam

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Das Kollektiv vereint 55 Fachleute der Modebranche, darunter Marken, Einzelhändler, Modeschauproduzenten, Designer, NGOs, Institutionen, Berufsverbände, Modeschulen und französische Regierungsvertreter.

Ziel von Paris Good Fashion ist es, Paris bis 2024 zur Hauptstadt verantwortungsbewussterer Mode zu machen. Zu diesem Zweck werden die Praktiken von Modeunternehmen verbessert, deren Aktivitäten eng mit Paris verbunden sind.

Paris Mode Insider widmet nach der Pressekonferenz dem Start der Bürgerkonsultation für eine verantwortungsvollere Mode ein zweiminütiges Video.

Die groß angelegte Initiative wird von zahlreichen Akteuren der Branche unterstützt, die auf Mode, Accessoires, Luxusartikel , Konfektionsmode und mehr spezialisiert sind.

Das französische Ministerium für den ökologischen Wandel und die Pariser Stadtverwaltung werden im Dezember 2020 ihre Schlussfolgerungen vorlegen.


„Wenn wir nachhaltige Mode machen wollen, gibt es jemanden, der extrem wichtig ist – die Person, die ein Kleidungsstück kauft und trägt. Wir wollen hören, was die Öffentlichkeit über nachhaltige Mode zu sagen hat, was ihre Erwartungen sind, welche Maßnahmen, Beispiele und bewährten Praktiken es gibt. Wir, die Mitglieder von Paris Good Fashion, werden uns anhören, was die Menschen zu sagen haben, um Bereiche zu identifizieren, in denen ein allgemeiner Konsens über gemeinsame Themen besteht, aber auch Bereiche, in denen Uneinigkeit herrscht – in denen vielleicht nicht alle einer Meinung sind – Bereiche, in denen weitere Aufklärung erforderlich ist, oder Praktiken, bei denen sich alle einig sein könnten, dass sie eingestellt werden sollten.“

- Sylvie Benard, Vorstandsvorsitzende von Paris Good Fashion
Paris Good Fashion baut Netzwerke, Ressourcen und Projekte auf, um nachhaltig produzierte Mode zu fördern.

Beispielsweise arbeitet das Kollektiv an einer Karte, auf der Orte in Paris verzeichnet sind, an denen Kleidung repariert oder recycelt werden kann, Schulen, die Unterricht zu nachhaltiger Mode anbieten, und Geschäfte, in denen verantwortungsvolle Mode gekauft werden kann.

Galeries Lafayette ist ein einflussreiches Mitglied von Paris Good Fashion und hat 2017 seine Kampagne „ Go for Good “ gestartet, um die ethischen und nachhaltigen Qualitäten der fast 600 in seinen Geschäften verkauften Marken hervorzuheben.

Gemeinsam mit BHV Marais organisiert die Gruppe zudem In-Store-Events wie die Reihe „Modewandel, heute und morgen“, um Verbraucher über die Nachhaltigkeitsbemühungen der umweltbewusstesten Marken zu informieren.

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Paris Good Fashion möchte neue Maßstäbe für grüne Mode setzen und eine neue Zukunft für Mode erfinden. Außerdem hilft es Verbrauchern, fundierte Modeentscheidungen zu treffen.

Der Aufstieg der Fast Fashion in den letzten 20 Jahren hat dazu geführt, dass wir Kleidung als Wegwerfware betrachten. Leider haben Überproduktion und übermäßiger Konsum billig hergestellter Kleidung katastrophale soziale und ökologische Auswirkungen.

Die Förderung verantwortungsvoller Mode ist notwendig, um die negativen Auswirkungen des Kleiderkaufs auf den Planeten und die darauf lebenden Menschen und Tiere zu verringern.

Die natürlichen Ressourcen der Erde sind nicht unendlich. Grüne Mode ist wichtig, um vom linearen Konzept des Nehmens, Machens und Wegwerfens wegzukommen und eine integrativere, regenerativere und zirkulärere Modeindustrie zu schaffen.

Die wichtigsten Akteure der Modebranche müssen der Umwelt und den Menschen, die in den Lieferketten der Modebranche arbeiten, mehr Aufmerksamkeit schenken. Sie müssen massive Maßnahmen ergreifen, um Kohlenstoffemissionen, Umweltverschmutzung und Abfall zu reduzieren.

Als Verbraucher haben Sie die Macht, Veränderungen in der Modebranche voranzutreiben. Sie entscheiden, welche Kleidung Sie kaufen und tragen möchten und welche Modemarke Sie mit Ihrem Geld unterstützen.

Wenn Sie an der öffentlichen Konsultation teilnehmen und die Frage „Wie können wir gemeinsam daran arbeiten, die Mode verantwortungsvoller zu gestalten?“ beantworten möchten, besuchen Sie Make.org vor dem 25. Oktober 2020.



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About the Author: Alex Assoune


Wogegen Wir Kämpfen


Fast-Fashion-Konzerne produzieren in den ärmsten Ländern im Übermaß billige Kleidung.
Bekleidungsfabriken mit Sweatshop-ähnlichen Bedingungen, die die Arbeiter unterbezahlt.
Medienkonglomerate, die unethische, nicht nachhaltige Modeprodukte bewerben.
Schlechte Akteure fördern durch unbewusstes Verhalten den übermäßigen Konsum von Kleidung.
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